| Radtouren im Ammerland |
| Moin, Moin! |
Wer jetzt an „Gerade aufgestanden…“ denkt, irrt. Der Ammerländer grüßt typisch norddeutsch zu jeder Tages- und Nachtzeit mit einem freundlichen „Moin!“ Und er grüßt gern. Egal ob man ihn auf einem einsamen Feldweg oder in einem der vielen kleinen Dörfer trifft. Das Fremdeln entfällt daher schon nach den ersten Kilometern der Radtouren im Ammerland.
Nördlich von Bremen bzw. Oldenburg liegt, schon in der Nähe der ostfriesischen Küste, das Ammerland – ein Kleinod für Radfahrer. Die ruhige Umgebung überträgt sich sofort auf die Stimmung der Radfahrer. Irgendwie ist alles entschleunigt und tickt einen Schlag langsamer. Man braucht erst ein paar Radtouren um zu begreifen, was diese Stimmung erzeugt. |
Landschaftlich ist das Ammerland durch endlose Wiesen, Moore, Waldhecken und wenig Wald geprägt. Klar, in anderen Regionen sieht es ähnlich aus. Aber nur im Ammerland kann man sich an Rhododendren und Parkanlagen regelrecht satt sehen. Die Blütenpracht der Rhododendren ist vom Mai bis Mitte Juni überwältigend. Über 350 Baumschulen sorgen nicht nur für die Herkunft von 90% aller in Deutschland herangezogenen Rhododendren, sondern auch für ein blühendes Ammerland.
Die Radwege verlaufen fast ausschließlich neben den kaum ohnehin befahrenen Straßen oder auf asphaltierten Wirtschaftswegen. Selbst die eigentlich aus dem 19. Jahrhundert stammenden Klinkerstraßen „rollen“ sich wunderbar. Dadurch gelangt der Radfahrer auf seinen Radtouren auch in entfernte Winkel, wie z.B. auf der Moortour. Weit auseinander liegende Einsiedelhöfe lassen erahnen, wie einsam früher das Leben im Ammerland sein konnte. Von seiner Ursprünglichkeit hat das Ammerland nichts eingebüßt. Übrigens verdienen die lückenlosen und leicht erkennbaren Wegweiser wirklich ihren Namen. Ein Beleg dafür, wie hoch der Radtourismus für die Region bewertet wird. Aber ohnehin steht ein Radler der auf einer Karte den Weg sucht, nicht lange allein. Der Ammerländer nimmt es mit der Hilfe sehr persönlich.
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Unsere Empfehlungen für Radtouren im Ammerland: |
| Rhododendronroute 45 km, Mühlenroute 42 km, Moorroute 42 km, Wallheckenroute 44 km und die Wasserroute mit 45 km. Auf diesen Radtouren lernt man die Region am besten kennen. Langstreckenfahrer können die Ammerland-Route unter die Reifen nehmen. Sie gilt als „Königsweg“ unter den Ammerländer Radwegen und vereint die Sehenswürdigkeiten im Ammerland. Für den 160 Kilometer langen Rundkurs müssen die Könige aber auf dem Rad ganz ordentlich beisammen sein. Am besten diese Tour in zwei Tagesetappen fahren. |
Moobix - Tipp: |
| Smoortaale – seit Jahrhunderten werden im Zwischenahner Meer Aale gefangen und geräuchert als Zwischenahner Smoortaale verkauft. Vor dem Essen muß der Aal jedoch gehäutet werden. Im Spieker in Bad Zwischenahn ist dies ein erlebenswertes Ritual. Der Smoortaal wird traditionell am Tisch mit den Händen abgezogen und gegessen. Über die Hemmschwelle helfen die Kellner mit kernigen Sprüchen hinweg. Das Besteck bleibt garantiert liegen. Nach dem Essen werden die Hände mit Schnaps über dem Teller gewaschen. Zur Belohnung gibt´s dann den Ammerländer Löffeltrunk aus einem Zinnlöffel. Wer im Ammerland mit dem Rad unterwegs war, kommt wieder. |